03-12-2017 – Vergangenheit zwischen Schweigen und Erinnerung

03. Dezember 2017, 16 Uhr
Freie Waldorfschule Kaltenkirchen
Kisdorfer Weg 1
24568 Kaltenkirchen

Ilja Richter im Gespräch über seinen Vater Georg Richter, der inhaftierter Widerstandskämpfer im Konzentrationslager Kaltenkirchen war.
Flensburg, 16. November 2017. Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und die Europa-Universität Flensburg laden gemeinsam zu einem Gespräch mit Ilja Richter über die Vergangenheit seines Vaters Georg Richter (s. Foto) im Konzentrationslager, dessen dortigen Weggefährten Pierre Vignes und die Zeit der Familie Richter danach ein. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet am Sonntag, den 03. Dezember, um 16 Uhr in der Freien Waldorfschule Kaltenkirchen statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Förderung der Gedenkstätte wird gebeten.

„Vergangenheit zwischen Schweigen und Erinnerung“ ist ein einmaliges Projekt des Masterstudiengangs Kultur-Sprache-Medien der Europa-Universität Flensburg in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen. Neun Studierende haben unter der Leitung von Quinka Stoehr (wissenschaftliche Mitarbeiterin der EUF und Dokumentarfilmautorin) im Vorfeld die Veranstaltung inhaltlich vorbereitet und gestaltet, semesterbegleitend organisiert und übernehmen ebenfalls die Moderation des Gesprächs.

Ilja Richter erlangte in den 1970ern nationale Bekanntheit als Fernsehmoderator und ist heute Schauspieler. Bei dem Gespräch wird seine Rolle als Sohn eines Kommunisten in KZ-Haft und einer Jüdin, die mit gefälschter Identität die NS-Zeit überlebte, beleuchtet. Dabei wird auch das politische Klima in den 60er/ 70er Jahren thematisiert, das dazu führte, dass die Eltern Ilja Richters – wie viele Überlebende und Verfolgte des Naziregimes – ihrem Sohn vorgaben, über die Vergangenheit der Eltern in der Öffentlichkeit zu schweigen.

Erst nach dem Tod seines Vaters brach Ilja Richter das Schweigen. Bis dahin war die Geschichte seiner Familie in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Die Gesellschaft war damit beschäftigt, sich wieder selbst zu feiern und ihre dunklen Kapitel zu verdrängen, zu Lasten derjenigen, über deren Lebensläufe und Biografien nicht gesprochen wurde, deren Geschichte damit nicht präsent war und unsichtbar blieb.

Bei dieser Veranstaltung wird es um die Geschichte von Georg Richter gehen, der u. a. im KZ Neuengamme in Hamburg und später im KZ Kaltenkirchen als kommunistischer Widerstandskämpfer 9½ Jahre inhaftiert war. Aus dem Straflager Esterwegen floh Georg Richter zweimal. Bei der Auseinandersetzung mit der Biografie seines Vaters kreuzte sich Ilja Richters Weg mit Pierre Vignes, einem der wenigen Überlebenden aus dem KZ Kaltenkirchen, welcher seinen Vater Georg persönlich kannte. Ausschnitte eines Videomitschnitts einer Befragung von Pierre Vignes durch die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen über seine Zeit im KZ Kaltenkirchen und Neuengamme werden das Gespräch mit Ilja Richter ergänzen.

Neben dem Gespräch findet eine private Begehung der KZ-Gedenkstätten Kaltenkirchen und Neuengamme mit Ilja Richter statt. Diese sowie die Veranstaltung werden von den Studierenden in Zusammenarbeit mit der Filmautorin Quinka Stoehr filmisch begleitet und die Aufnahmen sollen später der KZ-Gedenkstätte in Form eines kurzen Dokumentarfilms übergeben werden.

Thomas Käpernick, Historiker und Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen, sagt: „Es liegt uns am Herzen, dass sich unsere Besucher und Besucherinnen mit den Biografien der Inhaftierten auseinandersetzen können. Wir freuen uns daher darüber, dass Ilja Richter, der aus einer persönlichen Perspektive über seinen Vater berichten kann, die Erinnerung weiter gibt.“

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25-11-2017 – Kundgebung gegen den Landesparteitag der AfD in Hamburg

Am kommenden Wochenende will die rassistische „Alternative für Deutschland“ ihren Landesparteitag im „Forum Alstertal“ in Poppenbüttel abhalten. Nach dem Einzug der Partei in den Bundestag und dem Wechsel des alten Landesvorsitzenden Bernd Baumann nach Berlin, geht es bei dem Parteitag vor allem darum, einen neuen Landesvorstand zu wählen.
Als Spitzenkandidaten treten voraussichtlich der völkisch-nationalistische Burschenschafter Alexander Wolf und der innenpolitische Hardlliner und ehemalige Schillpartei-Funktionär Dirk Nockemann gegen einander an. Beide stehen exemplarisch für die immer deutlichere Rechtsentwicklung der AfD in den letzten Jahren. Wir sagen, dass in Hamburg und anderswo kein Platz für diese Partei ist.
Der Bundestagswahlkampf war geprägt von AfD-Propaganda gegen Muslim*innen, Migrant*nnen und Geflüchtete, gegen Feminist*innen und politisch Andersdenkende. Der Bundesvorsitzende Alexander Gauland lobte die Nazi-Wehrmacht und wollte die Hamburger Politikerin Aydan Özoguz „in Anatolien entsorgen“. Und der Noch-Landeschef Baumann bekräftigte diese an NS-Vokabular erinnernde Hetze.
Wir sind der AfD in den letzten Jahren überall entgegengetreten, wo sie den öffentlichen Raum für ihre menschenfeindliche Politik nutzen wollte.
Inzwischen findet die AfD in Hamburg fast keine Gaststätten, Bürgerhäuser oder Schulen mehr, die an sie vermieten. Sie erreichte hier das schlechteste Ergebnis im Vergleich mit anderen Bundesländern – dies ist auch ein gemeinsames Verdienst von antifaschistischen Kräften und der Zivilgesellschaft.

Wir fordern das „Forum Alstertal“ auf, der AfD sofort die Räume zu kündigen.
Und wir rufen alle Menschen auf, am kommenden Samstag gemeinsam mit uns gegen die AfD zu protestieren, sollte der Parteitag nicht abgesagt werden.

Kommt zur Kundgebung!

Kundgebung am Samstag den 25. November 09.30 Uhr (pünktlich) Kritenbarg, Hamburg-Poppenbüttel, 10 min von der S-Bahn Poppenbüttel

Hamburger Bündnis gegen Rechts

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Infomaterial und Adressen

gibt es unter www.arabues.de/Infomaterial.html .
Und dann gibt es noch: ARABUES bei Facebook

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Pressespiegel

findet Ihr unter ARABUES-Pressespiegel.

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Stolpersteine in Stormarn

In Ahrensburg wurde im Mai 2003 der erste Stolperstein in Schleswig-Holstein verlegt.
Die verfügbare Datei enthält die Daten, der in Stormarn verlegten Stolpersteine.
Stormarner-Stolpersteine

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27-04-2016 Fragen zum Islam – Ahrensburg

Fragen zum Islam?
Im vergangenen Jahr sind sehr viele Flüchtlinge aus muslimischen Ländern nach Deutschland gekommen. Das weckt Interesse, bei manchen aber auch Skepsis und Sorge gegenüber dem Islam – noch verstärkt durch Terroranschläge und kriminelle Übergriffe durch Menschen mit muslimischen Hintergrund.

Der richtige Zeitpunkt also, um ins Gespräch zu kommen! Der Dialog wird genau dann wichtig, wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Religionen in einer Stadt zusammenleben. Im Gespräch lernen wir uns kennen, entwickeln Verständnis und Respekt und können ein realistisches Bild über Ähnlichkeit und Verschiedenheit aufbauen, statt Vorurteile zu pflegen.

In Ahrensburg leben muslimische und nichtmuslimische Menschen schon lange Tür an Tür und es gibt seit Jahren die Moschee Ulu Camii der türkisch-islamischen Gemeinde. Am 27. April kommen Vertreter dieser Moschee und ihres Verbandes DITIB in den Interkulturellen Gesprächskreis, so dass wir im Gespräch Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkunden können.

Sedat Şimşek, Vorstandsvorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB Hamburg und Schleswig-Holstein e. V., wird über die Arbeit seines Verbandes berichten. Ein Schwerpunkt liegt dabei zurzeit in der Prävention gegen religiösen Extremismus und in der Vermittlung eines kompetenten Islambildes innerhalb der muslimischen Gemeinde. Denn auch dort gibt es Sorge über sich radikalisierende Jugendliche.

Er wird auch gern Fragen zum muslimischen Alltag in den Gemeinden beantworten. Die Ahrensburger Gemeinde ist die einzige Moschee-Gemeinde in der Stadt. Sie wird daher von Muslimen unterschiedlichster Herkunft besucht und hat somit auch eine integrierende Funktion – und ist natürlich auch vom Zustrom muslimischer Flüchtlinge betroffen.

Mittwoch, 27. April 2016, 19.30 Uhr,
Volkshochschule Ahrensburg, Bahnhofstraße 24
Keine Gebühr – Keine Anmeldung

In Zusammenarbeit mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Ahrensburg e. V.
Sedat Şimşek, Vorstandsvorsitzender, Islamische Religionsgemeinschaft DITIB Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.

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23-04-2016 Gedenken am Höltigbaum

Liebe Freunde vom “Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal”,

es ist uns gelungen, für unsere Veranstaltung “Gedenken am Höltigbaum” am Samstag, 23. April (13:00) im Haus der Wilden Weiden Yvonne Funck und Rüdiger Hinrichs für eine Schüler-Inszenierung von Wolfgang Borscherts “Dann gibt es nur eins!” zu gewinnen. Vor zwei Jahren hatten Yvonne Funck und Stefan Micheler das Dokumentarstück „Plötzlicher Herztod durch Erschießen“ von Michael Batz bei gleichem Anlass zur Aufführung gebracht. Damals war der Andrang so groß, dass Besucher*innen mit einem Stehplatz vorlieb nehmen mussten.

Es ist uns ein Anliegen, mit der Aufführung die heutigen Kriege und die Deserteure von heute zu thematisieren. Dazu wird es im Verlaufe der Veranstaltung aktuelle Informationen geben. Bei der abschließenden Gedenkminute ab 15 Uhr am Gedenkort Sieker Landstraße / Ecke neuer Höltigbaum singt Uwe Levien Lieder zur Gitarre. Uwe Levien gehört zum Urgestein der Hamburger Ostermarschbewegung vom Beginn der 60er Jahre.

Am Di, 26.4. (19:30) geht es in der Galerie Morgenland zum gleichen Thema weiter. Seht auf unserer Webseite www.Feindbeguenstigung.de
20160423 Flyer

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19-04-2016 Denkanstöße in Glinde

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD oder AFD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern.

Gestützt auf Insiderinformationen gibt die ausgewiesene Kennerin des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke in einem spannenden Impuls Einblick in das Innenleben dieser Szene. Sie schildert, wo völkische »Sippen« bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen, fragt warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen, und diskutiert mit den Gästen der Veranstaltung Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft.

Die Veranstaltung am 19.04.2016 findet in Kooperation mit der VHS Glinde und der Sönke-Nissen-Park Stiftung im Gutshaus Glinde statt.
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind und mit uns einen interessanten Abend verleben.
20160419 Flyer

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16-04-2016 BAD OLDESLOE BLEIBT BUNT

Am 16. April wollen in Bad Oldesloe politisch Rechtsextreme demonstrieren. Wir haben in den vergangenen Monaten erleben müssen, mit welchen Parolen und Meinungen sie in Deutschland aufgetreten sind. Wer nationalsozialistische Parolen und Fremdenhass verbreitet, bereitet den Boden für Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und Übergriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund. Wer den Schießbefehl auf Flüchtlinge an den Grenzen fordert, hat aus unserer deutschen Geschichte nichts gelernt!
Wir rufen Sie auf: kommen Sie am 16. April in die Stadt! Zeigen Sie, dass auf den Straßen und Plätzen in Bad Oldesloe kein Platz für Neonazis ist.
AM SAMSTAG, DEN 16. APRIL 2016
AB 9 UHR, TREFFPUNKT PARKPLATZ MOMMSENSTRASSE
DEMONSTRATION AB 10.30 UHR DURCH DIE INNENSTADT
11.30 UHR KUNDGEBUNG ECKE BESTTOR-/BRUNNEN-/BAHNHOFSTRASSE
WEITERE KUNDGEBUNG PARKPLATZ MOMMSENSTRASSE

20160416 Flyer

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12.02.-14.02.2016 Einladung und Information “3. Politiktage” in Bad Oldesloe

Liebe Freundinnen und Freunde,

auch in diesem Jahr finden vom 12. bis 14. Februar in Stormarn die von Jugendlichen selbstorganisierten „Politiktage“ statt. Die Jugendlichen der Gruppe „arandela – Initiative für politische Bildung“ und der Verein i.G. „Politische Bildung plus X“ (Polbix) organisieren diese nun schon zum dritten Mal in Folge in Stormarn. Diesmal werden sie in Bad Oldesloe stattfinden.

Die Politiktage, das sind drei Tage lang Vorträge und kurze Workshops zu unterschiedlichen politischen Themen. Eingeladen sind alle interessierten Schüler_innen, Jugendliche und junge Erwachsene.

Die letzten „Politiktage“ im Dezember 2014 fanden im GTZ in Bargteheide statt und fanden viel Anklang, unter anderem in Form der Abendveranstaltung zur Geschichte des Nationalsozialismus in Stormarn und dem Todesmarsch durch Stormarn im Mai 1945.

In diesem Jahr findet am Freitagabend ein öffentlicher Vortrag zum Thema Krieg und Selbstverwaltung in Rojava / Syrien statt, der für alle Altersgruppen offen ist.
Am Samstag und Sonntag haben wir zahlreiche zwei- und dreistündige Workshops organisiert. Die Themen der Politiktage sind dieses Jahr:

* Was tun, wenn es Ärger (auf Parties) gibt? Szenario-Training für gemeinsames Handeln
* Mit Marx Kapitalismus verstehen und kritisieren!? Eine Einführung
* Antirassismus – wie geht das (nicht)? Workshop zu (Anti-)Rassismus und Critical Whiteness
* Kritische Männlichkeit und antifaschistische Politik
* (Nicht so) berauschende Zustände: Drogenkonsum in der bürgerlichen Gesellschaft
* Zu wem spricht Emma Watson? Warum Feminismus ohne Antirassismus auch keine Lösung ist
* HartzIV – Ein Erfahrungsbericht zu Willkür und Schikanen des Job-Centers

Außerdem zeigen wir Samstagabend den Film „Die Unsichtbaren“, eine hochgelobte Dokumentation über die Situation von Flüchtlingen in der „Erstaufnahmestelle“ Eisenhüttenstadt. Das genaue Programm mit Uhrzeiten findet Ihr hier: Programm Politiktage 2016

Die Politiktage finden im Inihaus in Bad Oldesloe (zwischen Hamburg und Lübeck) statt.

Wir freuen uns über die finanzielle Unterstützung durch die Gleichstellungsbeauftragten von Bargteheide, Bad Oldesloe und dem Kreis Stormarn, der GEW Bargteheide und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein.
Wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Veranstaltung natürlich gerne über Eure Kanäle bewerben.

Weitere Infos zu den Politiktagen und ausführliche Beschreibungen der Workshops findet Ihr bei Facebook unter “Politiktage für EinsteigerInnen” (https://www.facebook.com/politiktage).

Bei Anmerkungen und fragen, schreibt gerne eine Email an :
polbix@riseup.net.

Wir freuen uns euch bei der Abendveranstaltung zu sehen.
Arandela und Polbix

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